Kein Mensch ist illegal - Abschiebungen verhindern Gemeinschaftsunterkunft schließen http://noborders.blogsport.de Ein weiteres tolles WordPress Blog Mon, 09 Nov 2009 20:55:06 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Macht euch bereit für die Notfallproteste! http://noborders.blogsport.de/2009/11/09/macht-euch-bereit-fuer-die-notfallproteste/ http://noborders.blogsport.de/2009/11/09/macht-euch-bereit-fuer-die-notfallproteste/#comments Mon, 09 Nov 2009 17:09:11 +0000 Administrator Allgemein http://noborders.blogsport.de/2009/11/09/macht-euch-bereit-fuer-die-notfallproteste/ Macht euch bereit für die Notfallproteste!
Sie wollen Mumia Abu-Jamal umbringen – wir alle
gemeinsam können das verhindern!

Seit 27 Jahren bereits sitzt der afro-amerikanische Journalist Mumia Abu-
Jamal als politischer Gefangener im Todestrakt von Pennsylvania (USA).
Sein Prozess und sein Urteil 1982 waren ein Muster an Rassismus und
Klassenjustiz -der vorsitzende Richter verweigerte ihm das Geld für die Verteidigung
und bezeichnete ihn als „N….r“, dem schlimmsten rassistischen Schimpfwort nach US – Standards.

Der Staatsanwalt siebte sich eine Jury, die fast nur aus konservativen Weißen bestand und zeichnete dann vom Angeklagten das Bild eines eiskalten, linksradikalen Killers. In diesem von Rassismus und politischer Repression gekennzeichneten Prozess wurde der völlig chancenlose ehemalige Black Panther Pressesprecher zum Tode verurteilt. Die lebensfeindlichen Haftbedingungen im Todestrakt haben Mumia jedoch weder gebrochen noch zum Schweigen gebracht. Auch aus der Todeszelle gibt er nicht
auf und schreibt gegen die Ungerechtigkeiten der kapitalistischen Gesellschaft.
Warum wir Mumia Abu-Jamal unterstützen:
Die Todesstrafe ist rassistisch: Mehr als die Hälfte aller InsassInnen in den Todestrakten der USA sind „Afro-Amerikaner“. Die Todesstrafe richtet sich gegen die Armen – mehr als 90% der Gefangenen sind arm. Mumia Abu-Jamals Fall ist einer von vielen. Er war arm und konnte sich keine wirkliche Verteidigung leisten. Er ist Afroamerikaner. Mumias Fall ist beispielhaft für Tausende.
Dazu kommt: er ist politischer Aktivist und den Machthabenden ein Dorn im Auge.
Mumia kämpft in all den Jahren nicht nur für seine Freiheit, sondern setzt sich unermüdlich
ein – für die zum Tode verurteilten Menschen in den Todestrakten der Welt. Als „Voice Of
The Voiceless“ (Stimme der Unterdrückten), wie er schon vorher wegen seiner Arbeit als
Radiojournalist genannt wurde, gibt er Gefangenen und allen, die keine Zugang zu medialer Darstellung haben, eine Stimme und ein Gesicht. Anfang April 2009 zeigte das höchste Gericht erneut, was in den USA bereits bei vielen als “Mumia-Ausnahme“ bekannt ist : jedes geltende Recht wird umgedeutet oder einfach
ignoriert, wenn es der Absicht der Justiz und Politik im Weg ist, Mumia dafür zu bestrafen,
dass er nicht klein bei gibt. Der Oberste Gerichtshof der USA fand gerade mal zwei Worte, um diesen seit
beinahe drei Jahrzehnten öffentlich bekannten Justizskandal um den politischen Gefangenen Mumia Abu-Jamal zu kommentieren: “Antrag abgelehnt“. Sie wollen Mumia also entweder hinrichten oder für den Rest seines Lebens im Knast begraben.
Nachdem also mit der Entscheidung im April 2009 endgültig abgesegnet wurde, dass ihm
kein neues Verfahren gewährt wird, steht für den Herbst 2009 nur noch eine Entscheidung
des höchsten US-Gerichts aus: ob das Todesurteil von 1982 bestätigt wird oder eine neue
Jury darüber befinden soll, ob es in lebenslange Haft umgewandelt wird.
Die Staatsanwaltschaft von Philadelphia will Mumias Hinrichtung um jeden Preis und
macht großen Druck, um dieses Ziel zu erreichen. Nach Aussagen seines Anwalts R.
Bryan befindet sich Mumia in der größten Lebensgefahr seit seiner Festnahme 1981.

Schon zweimal haben weltweite Proteste die angeordnete Hinrichtung verhindern können (1995 und 1999) – nur eine breite internationale Protest- und Solidaritätsbewegung wird es auch diesmal fertig bringen können, daß der geplante staatliche Mord nicht durchgeführt werden kann. Natürlich werden auch weiterhin alle möglichen rechtlichen Schritte von seinem Anwaltsteam ausgeschöpft, um ihn vor der Hinrichtung zu retten. Doch unabhängig von der juristischen Lage haben Mumia selbst, seine Verteidigung, sowie auch die weltweiten UnterstützerInnen immer wieder klar gesagt, dass politische Verfahren eben nicht im Gerichtssaal, sondern vor allem auf der Straße gewonnen werden.
Die Solidaritätsbewegung in den USA versucht derzeit, politischen Druck auf die Obama-Regierung zu entwickeln. Natürlich ist allen klar, dass genau wie von der rassistischen US-Justiz auch von der Regierung keine Fairness gegenüber politischen Gefangenen zu erwarten ist.

Was kann die weltweite Solidaritätsbewegung dazu beitragen, den Forderungen der US-AktivistInnen Nachdruck zu verleihen? Wie können wir von hier den politischen Druck auf die Obama-Regierung erhöhen? Schreibt Mumia in den Knast! Es ist wichtig, dass Mumia möglichst viel Post aus vielen verschiedenen Ländern erhält. Da sämtliche Post an ihn von den Behörden kontrolliert wird, bedeutet jeder gefüllte Postsack an ihn eine stille Protestkundgebung, die von Justiz und Regierung registriert wird. Damit können wir ihnen zeigen, dass Mumia Abu-Jamal auch nach 27 Jahren Isolationshaft im Todestrakt nicht vergessen ist und dass wir genau wissen und beobachten, was die Gerichte vorhaben.
Es gibt zahlreiche weitere gute Vorschläge wie Mumia individuell geholfen werden kann. Es ist jedoch klar, dass wir gemeinsame starke Proteste brauchen werden, sollte die rassistische Justiz es wagen, die Todesstrafe gegen Mumia erneut in Kraft zu setzen.

Bundesweite Demonstration bei Todesstrafe
Die Rote Hilfe e.V. ruft gemeinsam mit den zahlreichen Mumia-UnterstützerInnengruppen
und Bündnissen dazu auf, am letzten Samstag vor einem möglichen Hinrichtungstermin
eine bundesweite Demonstration in Berlin für das Leben und die Freiheit von Mumia
Abu-Jamal sowie für die Abschaffung der Todesstrafe durchzuführen. Im Unterschied zu 1995 und 1999, als die beiden damals gegen Mumia angesetzten Hinrichtungstermine durch ein Zusammengehen von gerichtlichen Einsprüchen seitens der Verteidigung und Protesten der weltweiten Solidaritätsbewegung erfolgreich verhindert werden konnten, kommt es diesmal vor allem aufMassenproteste vor den US Botschaften und anderen US-Einrichtungen in aller Welt an, denn auf der juristischen Ebene werden wir die Hinrichtung – anders als in den 1990er Jahren – nicht stoppen oder aufhalten können, da der Weg vor die Berufungsgerichte versperrt ist.

„Mumia 3+12″
Sollten Justiz und Politik ihre Todesdrohung gegen Mumia wirklich in die Tat umsetzen
wollen, hat die FREE MUMIA Bewegung darüber hinaus einen dezentralen Aktionstag
ausgerufen. So sollen am 3. Tag nach der Bestätigung des Todesurteils um 12 Uhr (oder
auch später) Einrichtungen der US Regierung sowie von US-amerikanischen Konzernen
Ziel von Protesten und Aktionen des zivilen Ungehorsams sein.
Niemand weiß, wann genau eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs über die
Vollstreckung des Todesurteils oder lebenslange Haft gegen Mumia fallen wird. Aber ab
dem 5. Oktober 2009 kann sie fallen. Sollte es eine Bestätigung des Todesurteils geben,
wird möglicherweise nur wenig Zeit bleiben, bis der Gouverneur von Pennsylvania den
Hinrichtungsbefehl unterzeichnet und einen Hinrichtungstermin anordnet. Wenn wir uns
erst dann über Widerstand gegen diesen staatlich angekündigten Justizmord Gedanken machen, wird es zu spät sein. Wenn die Vorbereitungen aber bereits jetzt beginnen, entwickelt sich auch der notwendige politische Druck schon jetzt! – worauf warten wir also?
Ohne Euch wird es nicht laufen:

Organisiert die Notfallproteste: Werdet laut, werdet aktiv!
Sobald eine Hinrichtung angesetzt ist, muss alles ganz schnell gehen, müssen
massenhafte Proteste durchgeführt, muss dafür schon alles vorbereitet sein. Nur sollte
allen klar sein, daß eine solche Mobilisierung die Unterstützung und Beteiligung von vielen tausend Menschen benötigt.
Daher appellieren wir an alle:

Macht den Kampf für das Leben und Freiheit von Mumia Abu-Jamal und für
die Abschaffung der Todesstrafe zu Eurer Sache!
Vom Ausgang des Verfahrens hängt nicht allein das Leben Mumia Abu-Jamals
ab. Es wird ein entweder positives oder negatives Signal – für den Kampf gegen die Barbarei der
Todesstrafe – weltweit – sein. Es geht hier also nicht nur um das Leben eines Einzelnen
sondern um die Abschaffung der Todesstrafe generell und um die Freiheit der politischen
Gefangenen – weltweit. Sollte es bis zum Winter noch keine Entscheidung vom Gericht geben, hat die
Free Mumia Bewegung bereits jetzt an Mumias 28. Haftjahrestag, dem 9. Dezember 2009 einen
weltweiten Aktionstag für seine Freiheit ausgerufen.
Für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal!
Kein Staat hat das Recht, Gefangene zu ermorden –
weg mit der Todesstrafe überall!
Freiheit für Leonard Peltier!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Baut die Bewegung auf!

„Mumia 3 + 12″ dezentraler Aktionstag am 3 Tag nach Bekanntgabe
eines Hinrichtungsbefehls um 12.00 Uhr
Bundesweite Demonstration zur US-Botschaft:
am letzten Samstag vor geplanter Hinrichtung!
14.00 Uhr / Oranienplatz / Berlin
Achtet auf Ankündigungen! Verbreitet Ankündigungen weiter!
YES WE CAN – FREE MUMIA – ABOLISH

THE DEATH PENALTY!

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http://noborders.blogsport.de/2009/11/09/macht-euch-bereit-fuer-die-notfallproteste/feed/
06.+07.11.09 Antirassistischer Ratschlag http://noborders.blogsport.de/2009/11/04/06071109-antirassistischer-ratschlag/ http://noborders.blogsport.de/2009/11/04/06071109-antirassistischer-ratschlag/#comments Wed, 04 Nov 2009 19:08:35 +0000 Administrator Allgemein http://noborders.blogsport.de/2009/11/04/06071109-antirassistischer-ratschlag/ In Erinnerung an die Reichspogromnacht im Jahr 1938, in der im gesamten Deutschen Reich Synagogen und jüdische Geschäfte verwüstet wurden und rund 1.400 Menschen an den Folgen antisemitischer Gewalt starben, veranstaltet ein breites gesellschaftliches Bündnis am 7. November 2009 den 19. antirassistischen und antifaschistischen Ratschlag in Erfurt.

In der Krise
Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise ist auch in Thüringen angekommen. Mit ihr wächst die Angst vor Ausgrenzung, Armut und sozialem Abstieg Das Schreckgespenst einer kapitalistischen Globalisierung lässt den Ruf nach Abschottung und Standortnationalismus lauter werden. Mit Sorge beobachten wir zudem, dass ein Denken immer mehr um sich greift, nach dem Menschen nur noch nach ihrer Verwertbarkeit beurteilt werden. In der Folge drohen Ausgrenzung und verschärfter Konkurrenzkampf statt Solidarität. Eine Krisenbewältigungsstrategie, die die Krisenlasten auf die abhängig Beschäftigten abwälzt und durch verschärften Sozialabbau finanziert wird, schafft Raum für immer mehr gesellschaftliche Spaltung und menschenfeindliches Gedankengut.

Zusammen wollen wir einem ökonomischen Nützlichkeitsdenken entgegentreten!

In den Köpfen
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen, wie verbreitet menschenfeindliches, rassistisches und antisemitisches Gedankengut in unserer Gesellschaft ist. So zeigt etwa der Thüringenmonitor – jährlich von der Landesregierung in Auftrag gegeben – dass etwa die Hälfte aller Befragten Deutschland als „überfremdet“ ansieht.
Vereinfachende Erklärungsmuster der derzeitigen Krise, die der angeblichen Habgier von Manager/innen allein die Schuld geben, und die Wirtschaft in Realwirtschaft und Finanzwirtschaft, im Sinne von schaffendem und raffendem Kapital unterteilen, leisten antisemitischen Erklärungen Vorschub.

Zusammen wollen wir rassistischen und antisemitischen Einstellungenentgegentreten!

Auf den Straßen
Am 11. Juli 2009 kamen über 4.000 Neonazis nach Gera zum sog. „Rock für Deutschland“. Diese Mischung aus Stammtischparolen und Rechtsrock war damit die größte rechtsextreme Veranstaltung in Thüringen seit 1945. Doch das „Rock für Deutschland“ war nur die spektakulärste Veranstaltung von Neonazis. Auch in vielen anderen Städten Thüringens führen sie ungestört Infostände und Kundgebungen durch, durch Rechtsrockkonzerte versuchen sie, neue SymphatisantInnen zu rekrutieren.
2008 ist die Zahl rechtsextremer Straftaten in Thüringen erneut gestiegen. Immer wieder kommt es zu rassistischen Übergriffen und Beschimpfungen von Menschen, die nicht in das rechtsextreme Weltbild passen.

Zusammen wollen wir rechtsextremen Parolen und rechter Gewaltentgegentreten!

In den Parlamenten
Bei den diesjährigen Kommunalwahlen gaben mehr als 50.000 wahlberechtigte Thüringerinnen und Thüringer der rechtsextremen NPD ihre Stimme. Im Landesdurchschnitt erhielt sie damit 3,7 Prozent der Stimmen. Der Wegfall der Fünfprozenthürde ermöglicht es rechtsextremen Abgeordneten in Thüringen in Kommunalparlamenten vertreten zu sein. Bei den Gewählten handelt es sich um einschlägig bekannte und teils vorbestrafte Rechtsextremisten, die aus Ihrer Gesinnung keinen Hehl machen. Bei der Landtagswahl trat die NPD in allen 44 Landtagswahlkreisen mit eigenen Direktkandidat/innen an und erhielt landesweit 4,3 Prozent der Zweitstimmen.

Zusammen wollen wir der Normalisierung rechtsextremer Parteien als „demokratische Kräfte“ entgegentreten!

In den Amtsstuben
Immer wieder werden Flüchtlinge in Thüringen von Behörden drangsaliert. Menschenunwürdige Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften, die Verweigerung medizinischer Versorgung und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch die sogenannte Residenzpflicht, die es Asylsuchenden verbietet, den Landkreis zu verlassen, in dem sie wohnen, bestimmen den Alltag vieler Flüchtlinge in Thüringen. So wurde der Flüchtling Felix Otto zu einer achtmonatigen Haftstrafe verurteilt, weil er die Grenze des Landkreises überschritten hat.

Zusammen wollen wir staatlicher Ausgrenzung entgegentreten!

Auf den öffentlichen Plätzen
Zunehmend werden unerwünschte Gruppen an die Ränder der Städte gedrängt. Obdachlose, Migrant/innen und Jugendliche werden aus dem Stadtbild in Erfurt und anderen thüringer Städten vertrieben, um Tourist/innen eine saubere und „aufgeräumte“ Kulisse zu bieten. Diese räumliche Form der Ausgrenzung ist nur ein Anzeichen dafür, dass Toleranz und Akzeptanz nicht mehr allen Mitgliedern der Gesellschaft zu Teil wird.

Zusammen wollen wir sozialer und räumlicher Ausgrenzung entgegentreten!

Wir laden alle herzlich ein, sich zu informieren und zu diskutieren und zu streiten, auszutauschen und zu vernetzen und aktiv zu werden.
19. antirassistischer und antifaschistischer Ratschlag in Thüringen: vielfältig und entschlossen!

Infos

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http://noborders.blogsport.de/2009/11/04/06071109-antirassistischer-ratschlag/feed/
Nachbereitung Fight Fortress Europe! http://noborders.blogsport.de/2009/09/19/nachbereitung-fight-fortress-europe/ http://noborders.blogsport.de/2009/09/19/nachbereitung-fight-fortress-europe/#comments Sat, 19 Sep 2009 15:50:16 +0000 Administrator Allgemein http://noborders.blogsport.de/2009/09/19/nachbereitung-fight-fortress-europe/ Mit einem zeitlichen Abstand von zwei Wochen zur Demonstration „Fight Fortress Europe – Abschiebungen verhindern! Gemeinschaftsunterkünfte schließen!“ ist unsere Nachbereitung abgeschlossen. Was war geschehen? Am Samstag den 05.09.2009 demonstrierten über 400 Menschen, fast alle davon aus dem Spektrum der Radikalen Linken durch Würzburg. Die Mobilisierung begann im Juni recht frühzeitig und konnte unserer Meinung im Vorfeld viel Aufmerksamkeit erregen. Da an diesem Tag auch noch der „Antikriegstag“ in Dortmund und in Hanau der „NPD Landesparteitag“ stattfand sind wir mit 400 TeilnehmerInnen sehr zufrieden. Wichtig für uns war während der Mobilisierungsphase aufzuzeigen das wir für mehr als nur Verbesserungen oder der Schließung der Gemeinschaftsunterkunft eintreten. Für uns war wichtig die gesellschaftlichen Zusammenhänge zwischen Abschiebungen, Kapital und Nation aufzuzeigen. Desweiteren war es erforderlich den damit zusammenhängenden Gesellschaftlich rassistischen Normalzustand zu kritisieren. Mit dem ausgearbeiteten Aufruftext konnten wir unsere Kritik gut in die Öffentlichkeit tragen . Die linksradikale Mobilisierung werten wir als Erfolg jedoch hätte die „Bürgerliche“ Mobilisierung etwas mehr Zeit gewtittmet werden müssen, da bei dem Themenschwerpunkt Abschiebung sicher ein paar BürgerInnen zur Demonstration gekommen wären. Aufgrund den extrem repressiven Auflagen wurde ein Out of Control Konzept ausarbeitet. Mit diesem wurde im Vorfeld auf der Blogsport Seite gedroht, das im Falle eines extrem repressiven Auftretens der Staatsorgane, wir dazu bereit seien die Demonstration aufzulösen und uns in der Innenstadt zu verteilen würden. Zum vorherigen veröffentlichen kann mensch geteilter Meinung sein: Zum einen konnten wir anhand dieser Drohung durch Auflagen verbotene Punkte durchsetzen (Lautstärkebegrenzung, Musik, sowie Demo auf beiden Seitenstraßen), zum anderen wurde dadurch noch einmal ein größeres Polizeiaufgebot herangezogen. Desweiteren hatten wir zu einem bunten Block aufgerufen. Jedoch ist es leider misslungen einen homogenen schwarzen Block von vornerein entgegen zu wirken. Allerdings kann mensch es den Leuten nicht verdenken, dass sie nicht durch bunte Kleidung auffallen wollten, wenn sie -wie bei der Demo in Würzburg- permanent von der Staatsmacht abgefilmt werden. Wie zu erwarten war ein großes Polizeiaufgebot vor Ort. Zwar wurde uns im Vorfeld versichert das keine Hundertschaft die Demonstration begleiten wird, dies stellte sich jedoch als Farce da. Ab einem bestimmten Zeitpunkt musste die Demonstration in einem Wanderkessel laufen. Dies zeigt einmal mehr das der richtige Schritt darin liegt nicht mit staatlichen Organen zusammenzuarbeiten! Leider ist es uns nicht gelungen Seitentransparente durchzusetzen. Da erfreulicherweise viele Flüchtlinge aus der GU lautstark an dem Protest teilnahmen, und bei einer Eskalation der Lage ihnen extrem harte Konsequenten drohen, war aus unserer Sicht das Risiko zu groß eine unnötige Eskalation herbeizuführen. Wir waren froh das diese Demonstration letzten endes friedlich aber dennoch entschlossen abgelaufen ist. Zu kritisieren gibt es das die Musikanlage eindeutig zu leise war und die Kundgebungen von der Stadt außerhalb, fernab der „Konsumstraßen“ verlegt wurden. Da am selbigen Tag in Würzburg zwei weitere Veranstaltungen stattfanden kam die Demo gegen Ende in der sehr gut gefüllten Innenstadt an, was die Stimmung noch einmal aufheizte. Letzten Endes konnten wir unsere Kritik auf die Straßen tragen und die Unterfränkische Prüderie stören. Als Fazit bleibt zu schließen das die Demonstration als Erfolg zu werten ist und wir ohne große Probleme unsere Demonstration durchführen konnten. ABER: Die Demonstration hatte keinen „freiheitlichen“ Charakter und wurde von Auflagen überschüttet. Deshalb bleibt abzuwarten ob die nächste Demonstration in Würzburg denn überhaupt noch vom Staat legitimiert werden soll, oder wir die nächsten Veranstaltungen unangemeldet und unkontrolliert abhalten werden!

Jetzt liegt es an uns dieses Thema in der Öffentlichkeit zu behalten und weiterhin auf die Schließung der Gemeinschaftsunterkunft zu beharren.

Denn es heißt immer noch:
Gemeinschaftsunterkunft schließen!
Staat Nation und Kapital abschaffen!

Anarchistisches Aktionsbündnis Unterfranken
No Borders AK

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http://noborders.blogsport.de/2009/09/19/nachbereitung-fight-fortress-europe/feed/
Es geht weiter…! http://noborders.blogsport.de/2009/09/07/es-geht-weiter/ http://noborders.blogsport.de/2009/09/07/es-geht-weiter/#comments Mon, 07 Sep 2009 19:56:20 +0000 Administrator Allgemein http://noborders.blogsport.de/2009/09/07/es-geht-weiter/ So die Demonstration ist zwar vorbei jedoch bleibt der AK No Borders bestehen und folglich auch dieser Blog.
Nachdem die Nachbereitung in nächster Zeit abgeschlossen werden soll, werden wir danach uns weiter für die Schließung der Gemeinschaftsunterkunft engagieren. Desweiteren werden wir weiter versuchen die Gesellschaftlichen Widersprüche zu offenbaren und weiterhin für eine befreite Gesellschaft eintreten!

Auch in Sachen Demonstrationen gegen Abschiebungen und die kapitalistische Gesellschaftsform, die dieses selektieren der Menschen erst ermöglicht, geht natürlich weiter!
Für den 19.9. wird zu einer antirassistischen und antikaptalistischen Demonstration gegen die „AG Wohlfahrt“ in Offenbach aufgerufen. Die „AG Wohlfahrt“ ist eine Ermittlungsgruppe, in der Mitarbeiter_innen der Kreisverwaltung Offenbach zusammen mit der Polizei hauptsächlich gegen im Kreis Offenbach lebende Migranten_innen und Asylbewerber_innen vorgehen.
Mehr Infos zur AG Wohlfahrt und zur Demo gibts auf der Mobipage

Um 13 Uhr ist Treffpunkt am Offenbacher Marktplatz( S-Bahn-Station).

Am 19. September der „AG Wohlfahrt“ in die Fresse boxen!

Denn es gilt immer noch:
Abschiebungen stoppen!
Staat und Kapital abschaffen!

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http://noborders.blogsport.de/2009/09/07/es-geht-weiter/feed/
Fight Fortress Europe! http://noborders.blogsport.de/2009/09/07/fight-fortress-europe/ http://noborders.blogsport.de/2009/09/07/fight-fortress-europe/#comments Mon, 07 Sep 2009 09:51:42 +0000 Administrator Allgemein http://noborders.blogsport.de/2009/09/07/fight-fortress-europe/ Fight fortess europe – kein Mensch ist illegal! Gemeinschaftsunterkünfte schließen! Ca. 400 bis 500 Leute demonstrierten am 05.09. in Würzburg gegen die Abschottung der Außengrenzen Europas, rassistische Asylpolitik und die Unterbringung von Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften sowie gegen die kapitalistische Verwertungslogik.
Die Anzahl der Teilnehmer übertraf die Erwartungen der Organisatoren bei weitem und so war dies die größte, von linksradikalen Gruppen organisierte, Demo in Würzburg seit langem. Die Polizei, die schon im Vorfeld der Demo sehr aufgeregt zu sein schien, lies auch bei der Veranstaltung selbst Nervosität verspüren. Von den reichlich übertriebenen Auflagen (von der Kürzung der Route, über das Verbot von Musik und Seitentranspis, bis hin zur frühzeitigen Bekanntgabe der Ordner- und Rednernamen und -Adressen), mit denen die Polizei versuchte den Organisatoren das Leben schwer zu machen, ließen sich diese wenig beeindrucken. Durch die Drohung mit dem Óut of Control Konzept konnten wir einige durch Auflagen verbotene Punkte durchzusetzen. Jedoch ist es uns leider nicht gelungen Seitentranspis durchzusetzen.
Auch die Versuche der Staatsmacht im Nachhinein einzelne Personen abzugreifen liefen größtenteils ins Leere.
Die Stimmung war durchwegs positiv und auch die anwesenden Flüchtlinge aus der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft beteiligten sich lautstark am Protest. In den zahlreichen Redebeiträgen, die auf den verschiedenen Kundgebungen vorgetragen wurden, wurden Zusammenhänge zwischen Kapitalismus, Flucht und rassistischer Asylpolitik aufgezeigt. Es wurde Kritik geübt an den herrschenden Zuständen sowohl in deutschen Gemeinschaftsunterkünften, als auch in der Gesellschaft. Auch Kurzberichte zu den Protesten in Griechenland, im Rahmen des NO BORDER-Camps, zählten zu den Beiträgen.
Die Strecke war außerhalb der Innenstadt kaum mit Bürgern gesäumt, da diese sich wohl an die schon Tage vorher übers Radio rausgehende Warnung, sich besser von der Demo fernzuhalten, halten wollten. Anders jedoch in der Innenstadt: dort bekamen hunderte verduzte Passanten, die sich auf dem Straßenmusikfest, das zeitgleich stattfand, vergnügten, den lautstarken Protest zu hören und zu sehen. Die irritierten Bürger ließen sich für das Thema der Demo aber leider kaum begeistern und Aussagen wie „solche Spinner“ und „diese Chaoten sollen dahin verschwinden wo sie hergekommen sind“ schienen das Meinungsbild vieler zu prägen. Es gab jedoch auch vereinzelt Leute, die in die Parolen mit einstimmten und Zuspruch für die Demo äußerten. Eine Möglichkeit der Würzburger Konsumgesellschaft das Thema der Demo in Form eines Redebeitrags näher zu bringen, bestand leider nicht, da die Polizei alle Zwischenkundgebungen in der Innenstadt untersagt hatte. Zum Abschluss gab es noch eine kurze Sitzblockade auf dem Röntgenring direkt vorm Bahnhof und eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz.

Alles in allem ist diese Demo als Erfolg zu werten und ein guter Beweis dafür, dass in der unterfränkischen Provinzstadt doch etwas geht!
Danke an die Leute die da waren!

Gemeinschaftsunterkunft schließen!
Staat und Kapital abschaffen!

Nachdem die Nachbereitung abgeschlossen ist wird ein etwas längerer und kritischer Artikel erscheinen…

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http://noborders.blogsport.de/2009/09/07/fight-fortress-europe/feed/
Der Kampf geht weiter… http://noborders.blogsport.de/2009/09/06/der-kampf-geht-weiter/ http://noborders.blogsport.de/2009/09/06/der-kampf-geht-weiter/#comments Sun, 06 Sep 2009 14:15:11 +0000 Administrator Allgemein http://noborders.blogsport.de/2009/09/06/der-kampf-geht-weiter/ Die Demonstration ist vorbei – Doch der Kampf um die Abschaffung der Gemeinschaftsunterkunft und für die Flüchtlinge geht weiter.
Wir bedanken uns bei den rund 400 Besuchern der Demonstration.
Eine genauere und auch kritische Berichterstattung wird es nach unserem Nachbereitungstreffen geben. Diesen gibt es dann hier und auf indymedia zu lesen.

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http://noborders.blogsport.de/2009/09/06/der-kampf-geht-weiter/feed/
Noch 4 Tage… http://noborders.blogsport.de/2009/09/01/noch-4-tage/ http://noborders.blogsport.de/2009/09/01/noch-4-tage/#comments Tue, 01 Sep 2009 20:37:41 +0000 Administrator Allgemein http://noborders.blogsport.de/2009/09/01/noch-4-tage/ Da die Demonstration schon in 4 Tagen stattfindet veröffentlichen wir hier schon mal die
Nummer des EA: 01577-9338658
Meldet euch unter dieser Nummer falles es Probleme geben sollte.

Wünschenswert wäre – da wir von vornherein einem homogenen Schwarzen Block entgegenwirken wollten – wenn ihr möglichst zivil/normal/bunt anreist, trotzdem schwarze Wechselsachen dabei habt. Könnte nützlich sein ;)
All Colours Are Beautiful!

Desweiteren sei auf folgendem Indymedia Artikel verwiesen…
http://de.indymedia.org/2009/09/259578.shtml

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http://noborders.blogsport.de/2009/09/01/noch-4-tage/feed/
Zugtreffpunkte! http://noborders.blogsport.de/2009/08/26/zugtreffpunkte/ http://noborders.blogsport.de/2009/08/26/zugtreffpunkte/#comments Wed, 26 Aug 2009 17:23:03 +0000 Administrator Allgemein http://noborders.blogsport.de/2009/08/26/zugtreffpunkte/ Zugtreffpunkte:
Sa., 05.09, 9.30 Uhr, Hauptbahnhof Osthalle, Nürnberg

Sa., 05.09, 9.45 Uhr, Hauptbahnhof, Fürth

Sa., 05.09, 8.50 Uhr, Hauptbahnhof Stuttgart Gleis 3

Ein Dank an die GenossInnen aus Nürnberg, Fürth und Stuttgart, dass sie eine gemeinsame Zuganreise organisieren werden!

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http://noborders.blogsport.de/2009/08/26/zugtreffpunkte/feed/
Staatsgewalt vs. Gegengewalt?? http://noborders.blogsport.de/2009/08/25/staatsgewalt-vs-gegengewalt/ http://noborders.blogsport.de/2009/08/25/staatsgewalt-vs-gegengewalt/#comments Tue, 25 Aug 2009 14:31:20 +0000 Administrator Allgemein http://noborders.blogsport.de/2009/08/25/staatsgewalt-vs-gegengewalt/ Nach aktuellem Stand wird die Staatsmacht mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, die repressiven Auflagen durchzusetzen. Sollte also unsere Klage weniger erfolgreich verlaufen, werden wir trotzdem auf unser Recht zu demonstrieren pochen, und zwar wie WIR wollen. Lässt die Staatsgewalt eskalieren, indem sie auf die Demo einprügelt um die Auflagen durchzusetzen, liegt es an uns, den Protest trotzdem lautstark auf die Straße zu tragen. Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, rufen wir schon jetzt dazu auf, im Falle einer eskalierenden Strategie der Bullen, „out of control“ durch die Straßen zu ziehen. Dies ist die einzige Antwort, die auf die massiven Auflagen und das Auftreten des ausführenden Organs des Staates zu geben ist!!! Möglichkeiten bieten sich ja zu Haufe ;-)

Also liegt es an der Staatsmacht ob sie an einer Eskalation unseres Protests interessiert ist?!
Deshalb fordern wir die Polizei dazu auf, sich extrem zurückzuhalten!
Wir werden unseren Protest auf jeden Fall auf die Straße tragen, es liegt an der Polizei, wie dies geschehen wird.
Trotzdem wünschen wir uns eine friedliche lautstarke Demonstration, in der wir fernab von diesen repressiven Auflagen unseren Protest kundtun können. Nicht zuletzt wegen den mitlaufenden Flüchtlinge , für die es im Falle einer Eskalation während der Demo heftige Schwierigkeiten geben könnte, darf/soll von der Seite der DemonstrantInnen keinerlei eskalatives Verhalten ausgehen. Es sollte lediglich darauf aufmerksam gemacht werden, dass wir uns zu wehren wissen werden, sollte die Staatsmacht eine Eskalation herbeiführen.

Außerdem soll unser Anliegen nicht in den Hintergrund gedrängt werden: Es geht um eine Kritik der unmenschlichen Lebensbedingungen der Flüchtlinge, speziell in der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft, um die nationalistische Abschiebepraxis der BRD, die nach ökonomischen Kriterien selektiert und ausgrenzt, und natürlich um die kapitalistische Verwertungslogik im Allgemeinen.

Kommt alle am 05.09. nach Würzburg, um uns in unseren Anliegen zu unterstützen.

Denn es heißt immer noch:
Gemeinschaftsunterkunft schließen!
Staat und Kapital abschalten!

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http://noborders.blogsport.de/2009/08/25/staatsgewalt-vs-gegengewalt/feed/
Behörden versuchen Widerstand einzudämmen! http://noborders.blogsport.de/2009/08/20/behoerden-versuchen-widerstand-einzudaemmen/ http://noborders.blogsport.de/2009/08/20/behoerden-versuchen-widerstand-einzudaemmen/#comments Thu, 20 Aug 2009 12:59:07 +0000 Administrator Allgemein http://noborders.blogsport.de/2009/08/20/behoerden-versuchen-widerstand-einzudaemmen/ Wie für die gesamte BRD üblich, ist auch Bayern für versammlungsfeindliche Bedingungen bekannt. In kapitalistischen Gesellschaften ist es üblich, soziale Bewegungen mit Repressialien zu beantworten. Diese sollen jeglichen Widerstand, der auf Überwindung des kapitalistischen Systems abzielt, kriminialisieren und im Keim ersticken. Nun hat auch uns ein repressiver Auflagenbescheid erreicht, in dem uns schon im Vornherein sämtliche Steine in den Weg gelegt wurden. Von Seitentranspis bis hin zu Musik wurde nun alles, was verboten werden konnte, verboten. Sogar die Namen und Adressen der Ordner_Innen und Redner_Innen sollen den repressiven Staatsorganen in die Hände gegeben werden. Dies werden wir nicht hinnehmen, sondern uns dagegen wehren. Für uns stellt sich nun die Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll erscheint, Demonstrationen vom Staat legitimieren zu lassen, oder ob wir das nächste Mal, wie in der Vergangenheit auch geschehen, den Demonstrationen ein „spontanes“ Element verleihen und auf eine Anmeldung komplett verzichten. Auf jeden Fall ist das letzte Wort noch nicht gesprochen! Für unkontrollierte Veranstaltungen!

Kommt am 05.09.2009 alle nach Würzburg und unterstützt uns bei unserem Anliegen!

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